MAI COCOPELLI

Künstlerin, Kinderliedermacherin

Ihr Markenzeichen ist der Regenbogen. Ihre Mission ist es, mit Musik Freude zu schenken. Dass der gelernten Musikpädagogin das auf wundervolle Art und Weise gelingt, beweisen nicht nur ihre begeisterten Zuschauer – Groß und Klein – sondern auch zahlreiche Preise, die die Kinderliedermacherin für ihre Arbeit bereits entgegennehmen durfte.

Interview

Ihr Markenzeichen ist der Regenbogen. Ihre Mission ist es, mit Musik Freude zu schenken. Dass der gelernten Musikpädagogin das auf wundervolle Art und Weise gelingt, beweisen nicht nur ihre begeisterten Zuschauer – Groß und Klein – sondern auch zahlreiche Preise, die die Kinderliedermacherin für ihre Arbeit bereits entgegennehmen durfte.

 

FRAGE MUTmacherinnen – Sie schreiben Kinderlieder, seitdem Sie 15 Jahre alt sind. Wie ist es dazu gekommen?

Mai Cocopelli – Die Kinderlieder sind mir sozusagen in den Schoß gefallen. Mit 15 Jahren durfte ich im Zuge meiner Ausbildung zur Kindergartenpädagogin eine Liedeinführung machen. Ich sollte ein Nikolauslied an die Kinder vermitteln, was richtig daneben ging, weil weder ich, noch die Kinder vom Lied begeistert waren. Nach umfangreicher Recherche konnte ich kein Lied finden, das nach dieser Erfahrung meinen Ansprüchen genügte. So schrieb ich kurzerhand selbst ein Lied. Dieses erwies sich als ein wahrer Hit für die Kinder. Es war das Winterzauberlied „Flip Flap Zauberei“ und die Geburtsstunde meiner Berufung als Kinderliedermacherin. Dass es an diesem Tag auch noch zu schneien begann, erschien mir wie ein Zeichen, meinen Weg weiter zu gehen.

 

FRAGE MUTmacherinnen – Wofür steht (eigentlich) Ihr Künstlername „Cocopelli“?

Mai Cocopelli – Ursprünglich war „Kokopelli“, der Flöte spielende Indianer, der von Dorf zu Dorf zog, um mit seiner Kunst Lebenslust und Freude zu verbreiten. Als ich 22 Jahre alt war, fand er als Tattoo seinen Weg zu mir auf den Oberarm. Ich wusste nichts über seine Geschichte, fühlte mich aber von Anfang an mit ihm verbunden. Erst im Laufe der Zeit drang sein Mythos zu mir durch und auch der Ruf, meine Kunst unter seinen Stern zu stellen. So änderte ich das „K“ in ein „C“, weil diese Schreibweise für mich weiblicher und stimmiger war. Ich bat in einer Meditation um Erlaubnis, diesen Weg gehen zu dürfen und machte mich auf Freude und Begeisterung mit meiner Musik zu verbreiten.

 

FRAGE MUTmacherinnen –  Sie haben bereits viele Preise für Ihre Musik gewonnen. Was bedeuten diese Auszeichnungen für Sie?

Mai Cocopelli – Die Auszeichnungen waren für mich immer die Bestätigung, dass meine Musik nicht nur mir gut gefällt, sondern dass sie das Zeug hat, Menschen über die Grenzen hinaus zu berühren und zu begleiten. Für mich sind diese Preise wie ein Qualitätssiegel. Heute bestätigen mir viele Eltern den besonderen Wert der Cocopelli Kindermusik.

 

FRAGE MUTmacherinnen – Musik schenkt nicht nur Freude, sondern kann auch Werte vermitteln. Was ist Ihnen bei Ihrer Musik wichtig?

Mai Cocopelli – Ich empfinde mich selbst als Mutmacherin für Kinder, ihren eigenen Weg zu gehen. Mir sind Werte wie Freundschaft, Respekt, Achtsamkeit, Liebe und Freude sehr wichtig. Das hört und spürt man in meinen Liedern. Ich möchte Kinder und Familien stärken und sehe mich als herzliche Begleiterin durch die Kindheit und Familienzeit.

 

FRAGE MUTmacherinnen – Kleider machen Leute, sagt man … inwieweit spielt Aussehen eine Rolle in Ihrem Beruf?

Mai Cocopelli – Vor Jahren habe ich meine Regenbogenstulpen als Markenzeichen etabliert. Wenn Kinder sie tragen, fühlen wir uns miteinander verbunden. Sie sind zum Erkennungsmerkmal unserer gemeinsamen Lebensfreude geworden. Mir selbst ist es wichtig auf der Bühne meine Kleider in allen Farben des Regenbogens zu tragen.

 

FRAGE MUTmacherinnen – Sie sind auch ausgebildete Kindergartenpädagogin. Wann beginnen Kinder geschlechtsspezifische Rollenbilder zu erkennen und zu internalisieren? Mit welchem Rollenbild wachsen Kinder heutzutage auf?

Mai Cocopelli – In den entscheidenden ersten sechs Lebensjahren zeichnen Kinder ihr Umfeld und die Verhaltensweisen ihrer Bezugspersonen auf und speichern diese ab. Aufgrund dieser Rollenbilder formen sie daraus ihre eigene Welt. Deshalb ist es so wichtig, als Vorbilder reflektiert zu sein und unsere eigenen Prägungen zu erkennen.

Noch immer sind meist Frauen in pädagogischen Berufen tätig, auf den Bühnen beispielsweise sind vorwiegend Männer anzutreffen. Gleichzeitig sehen Kinder aber auch, dass jeder alles sein und werden darf und diese Haltung möchte ich mit meinem Beruf auch vermitteln.

 

FRAGE MUTmacherinnen – Sie haben eine Tochter. Was wünschen Sie ihr für ihre Zukunft als Frau in unserer Gesellschaft?

Mai Cocopelli – Ich wünsche ihr, dass sie erkennt, dass das Leben seinen Reichtum im Inneren entfaltet und dass im Rahmen aller Möglichkeiten alles vorhanden ist, was sie zum Glücklich sein braucht. Liebe, Glück, Respekt, Chancen, Mut, Erfüllung…

 

FRAGE MUTmacherinnen – Neben dem Schreiben von Kinderliedern und dem auf der Bühne stehen was macht Sie glücklich?

Mai Cocopelli – Zeit zum Paddeln zu haben, die Natur zu genießen, mit Freunden zu lachen, etwas zu unternehmen, zu kochen, mit unseren Katzen Neues auszuprobieren, mit meiner Tochter gute Gespräche führen, das schöne Wetter genießen. Ach, da gäbe es noch vieles… 

 

Name: Mai Cocopelli

Mein Lebensmotto: Herzen auf, Farbe rein

Lieblingsessen: Curry

Mai Cocopelli in drei Worten: Kinder, Lieder, Regenbogen

Wenn ich einen Tag lang Frauenministerin wäre…: würde ich einen Knabenchor gründen und Hymnen auf Mädels singen.

https://www.cocopelli.at/
NEU – https://cocopelli.tv/

Name
Mai Cocopelli
Familie
Lieblingsort
Lebensmotto
Herzen auf, Farbe rein
Mein Ausgleich
Ich in drei Worten
Wenn ich einen Tag Frauenministerin wäre
würde ich einen Knabenchor gründen und Hymnen auf Mädels singen.